Eine Reise durch Kanada und Alaksa

Eine faszinierende Reise in das zweitgrößte Land der Erde. Wir durchreisten 4 Zeitzonen, der Zeitunterschied betrug bis zu 10 Stunden, wir legten 21.000 km zurück und hatten Temperaturen von 7°C – 31°C.

Tag 1
Ankunft in Toronto
Tag 2
Toronto, Kignston, Thousand Islands
Tag 3
Montreal
Tag 4
Von Montreal nach Quebec
Tag 5
Quebec City, Montmorency Wasserfall
Tag 6
Von Quebec City nach Ottawa
Tag 7
Algonquin Provincial Park
Tag 8
Niagara Falls
Tag 9
Calgary
Tag 10
Rocky Mountains
Tag 11
Banff, Hiking in den Rockies
Tag 12
Banff, Revelstoke
Tag 13
Kamloops, Vancouver
Tag 14
Vancouver, Celebrity Infinity
Tag 15
Seetag, Inside Passage, Alaska
Tag 16
Icy Strait Point
Tag 17
Hubbard Gletscher
Tag 18
Juneau – Hauptstadt von Alaksa
Tag 19
Ketchikan
Tag 20
Vancouver, Rueckreise
Land und Leute Celebrity Infinity
Das schwimmende Hotel
Reiseroute

Highlights

Die kleine Stadt Ketchikan in Alaksa war das letzte Ziel unserer Reise, leider etwas verregnet, aber dennoch schön. Hier gehts zum Artikel.

Bilder vom Montmorency Fall in der Nähe von Quebec. Fantastische Bilder des Wasserfalls, der sogar rd. 30 m höher ist als die Niagara Fälle. Die Fahrt durch die Rocky Mountains.

Ein Highlight der Reise war die Wal – Tour.  Mit dem Speedboot fuhren wir in das Gebiet, wo die Wale sind. Wir sahen auch den Mendenhall – Gletscher und die faulen Seelöwen. Im Artikel über Juneau gibt es viele neue Bilder und ein Film.

Was sonst noch so war …

Letzte Aktualisierungen (02.08.2016)

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19. Tag – Freitag – Ketchikan

Ein kleiner Küstenort mit ca. 8000 Einwohnern.
(1.7.2016, Ketchikan)

Heute sollte unser 3. und letzter Landgang stattfinden, gegen 14.30 Uhr konnte man von Bord gehen. Das Wetter war seit dem frühen Morgen nebelig und regnerisch. Hohe Wellen begleiteten uns.  Wir ließen uns davon nicht abschrecken und gingen nach einem ausgiebigen Lunch von Bord. Leider ohne Schirm. Es gab etwas feinen Sprüchregen und störte nicht weiter.

Das Städtchen mit seinen bunten Holzfassaden sah interessant aus und war natürlich voll auf die ankommenden Menschenmassen ausgelegt. Das sah man an den unzähligen Souveniergeschäften und Schmuckläden, dicht aneinander gereiht. Inzwischen lagen ja auch 3 große Kreuzfahrtschiffe am Pier mit kaufkräftiger Kundschaft aus aller Welt.

Wir suchten die berühmte Creek Street und fanden sie auch bald. In dieser Strasse entstand um 1900 ein Rotlichtviertel für die Holzfäller, Bergarbeiter und Goldschürfer. Auch mit Whisky wurde hier geschmuggelt. Jedes der kleinen, alten hübschen Holzhäuschen gehörte einem Mädchen, es standen unter den alten Bildern der Mädchen an den Hauswänden Namen wie Anni, Judy oder Dolly. Dollys hübsches grünes Haus war ein Museum, man konnte es für 10 $ besichtigen. Was wir auch gerne taten, denn zwischzeitlich regnete es in Strömen. Dolly war mit dem, was sie 1920 begann, eine sehr erfolgreiche Frau geworden, wenn man der Geschichte glauben darf. Sie lebte allein und wurde 82 Jahre alt.  Das Haus war im Übrigen für seine Zeit sehr gut und modern ausgestattet. IN den Wänden gab es kleine, versteckte Schubladen, die als Safe dienten.

About Dolly

Thelma Dolly Copeland was born in Clear Lake, now McCall Idaho, October 5, 1888. Take a look at the most famous house – Dolly’s House – the only “den of iniquity” that still stands today. You can’t miss Number 24 Creek Street, for its green doll house appearance looks much like it did during its heyday. Inside you’ll find photos of Dolly adorning the walls, the cabbage rose wallpaper she favored, and you might even spot the “secret closet” in Dolly’s bedroom, where she stashed contraband liquor during the Prohibition years.

Am Ende der Creek Street, die auf Holzpfähle gebaut wurde, sprudelte der Fluß wie ein Wasserfall. Für die ankommenden Lachse wurde eine Lachsleiter hineingebaut. Wir stiegen steile Holztreppen hinauf, um dann mit der Zahnradbahn wieder runterzufahren, denn oben gab es nichts zu sehen und zum größten Totem Pfahl Museum von Alaska hätte man von dort 10 Minuten im strömendem Regen laufen müssen. Totempfähle, Statussymbole der Ureinwohner  hatten wir zwischenzeitlich in beiden Ländern sehr viele und schöne Exemplare gesehen.

Wir machten stattdessen mit einem kostenlosen Shuttle Bus eine kleine Stadtrundfahrt und schlossen den Tag mit einem Besuch in der Arktis Bar, direkt gegenüber von unserem Schiff, ab. Eine urige Kneipe mit vielen Einheimischen und Rockmusik der 70iger,  wo wir ein Alaska White Ale vom Fass probierten und uns aufwärmen, bzw. von außen trocknen konnten. Auch wenn das Bier lecker und die Unterhaltung mit den Leuten lustig war, mußten wir abbrechen und rechtzeitig zurück an Bord sein.

18.Tag – Juneau – Hauptstadt von Alaska

Juneau ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Alaska. Sie ist zugleich eine Stadt und ein Bezirk und liegt im sogenannten Alaska Panhandle.  Die Stadt hat ca. 31.275 Einwohner und ist sehr eng an die steile Küste gebaut.

Donnerstag, 30.06.2016, Einlaufen im Hafen von Junou 7.30 Uhr PM, ab 8.30 Uhr konnte man von Bord gehen. Heute hatten wir einen Ausflug durch den Regenwald zum Mendenhall Gletscher und dem Wasserfall und eine Fahrt mit dem Schnellboot mit Whale-Watching Tour gebucht. Es war ein schöner Ausflug.

Wir erfuhren viel über die Entstehung eines ca. 100 jährigen Regenwaldes auf dem ehemaligen Mendenhall-Gletschergebiet, konnten den Mendenhall Gletscher   https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mendenhall-Gletscher  in seiner jetzigen Größe bestaunen und fotografieren.

Der Regenwald hatte etwas sehr mystisches an sich. Die bewachsenen Bäume stehen dicht mit mehrfarbige Flechten und Moose. Hier gibt es definitiv Bären. Überall sieht man ihre Spuren. Wir haben daher einen erfahrenen, einheimischen Begleiter mit Bär Spray dabei und sollten den Waldweg nicht verlassen.

Der Mendenhall-Gletscher und der Wasserfall sind sehr sehenswert. Wir haben sogar das Glück gehabt, ein Stück des Eises in den Händen halten zu können.

Das Beste kam aber noch auf der anschließenden Bootstour. Zunächst fuhren wir zu einem weiteren Hafen, etwas ausserhalb von Juneau.

Um Euch eine Vorstellung von dem Boot zu geben, habe ich den folgenden kurzen Film bereit gestellt. An dieser Stelle muss ich Werbung in eigener Sache machen. Das aiShell (Case für das iPad) bekommt ihr bei outdoorcover.

Mit 300 PS sausten wir über das aufgewühlte Meer, zu einem Gebiet, wo die Wale zu erwarten waren.

Doch was wir als erstes sahen, waren ein paar faule Seelöwen, die in Ruhe und Frieden auf Ihrer Boje liegen. Dann kommt einer der stört.

Wir sahen später weitere Seelöwen und jede Menge Buckelwale und Weißkopfseeadler.
Leider sah man von vielen Walen meist nur die Fontäne, den Rücken oder die Schwanzflosse. Schwups waren sie weggetaucht, man mußte wirklich fix sein, mit der Kamera. Auch wenn wir nur eine kleine Gruppe von 18 Leuten waren, gab es ganz schön Geschuppse und manches Bild ging dadurch verloren.

Bei der Bildauswertung ergab sich aber dennoch eine kleine Serie. Zunächst sahen wir von weitem nur die Fontäne der Wale. Dann tauchten sie kurz auf um dann wieder tief nach unten zu tauchen. Genau dabei sieht man dann die Schwanzflosse. Mit etwas Geduld kommen die Wale dann wieder hoch. Mit unserem Glück sahen wir dann noch einen Wal springen. Es war ein riesiges Tier, was eine entsprechende Wasserfontäne erzeugte. Es war ein tolles Erlebnis. Wer noch mehr Wale sehen möchte, kann unter JuneauFlukes.org nachsehen.

Leicht durchgefroren gingen wir erstmal wieder an Bord unseres Schiffes.

Nach einem kleinen Mittags Lunch an Bord erkundeten wir Juneau mit seinen dekorativen, farbigen Holzfassaden im Wild West Stil und kehrten zum Abschluß im ältesten Saloon von Alaska ein: dem Red Dog Saloon, wo ein alter Klavierspieler die alten Cowboy Lieder zum Mitsingen spielte. Die Kellnerinnen servierten im traditionellen, schwarz-rotem verruchten Dress das Bier, es war insgesamt eine tolle Stimmung. Wir tranken endlich ein echtes Alaska Amber Bier und sangen fröhlich mit.

Leider mußten wir  rechtzeitig wieder zurück an Bord sein. Dort wartete in der festlich geschmückten Kabine eine Flasche Champagner im Eiskühler auf uns, anläßlich meines Geburtstages.  Nach einem Gläschen Schampus gingen wir zum Dinner und ließen den Tag in der Lounge auf dem 11. Deck ausklingen.

Lower_stadard

Lower your standards 😉

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17.Tag – Hubbard Glacier, Alaska

Fahrt zum Hubbard Gletscher in Alaska
(Mi., 29.6.2016)

Wir hatten uns den Wecker auf 7:00 Uhr gestellt, um das heutige Ereignis auf gar keinen Fall zu verpassen. Am frühen Morgen tauchten die ersten hohen, schneebedeckten Berge auf und schon bald konnten wir in der Ferne den riesigen Gletscher erahnen. Wir hatten strahlend blauen Himmel, bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius.Nun kam unsere gesamte Winterausrüstung zum Einsatz. Mütze und Handschuhe durften, wegen des scharfen Windes auf den oberen Decks, nicht fehlen.

Der Hubbard Gletscher ist 122 km lang und ist an der Stirnseite 10 km breit. Die Eiskante ragt rd. 25 m aus dem Wasser. Während wir auf den Gletscher zufuhren, sahen wir ein anderes, kleineres Kreuzfahrtschiff vor dem Gletscher. Es wirkte winzig gegen diese Eiswand. Es ist ein einzigartiges Phänomen, denn hier münden 3 Gletscher vereint ins Meer, was sonst im Gebirge nicht der Fall ist. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hubbard-Gletscher

Während wir uns dem Gletscher näherten, entfernte sich das andere Schiff und wir waren kurze Zeit später alleine vor dem riesigen Gletscher. Wir fuhren durch schwimmende, glitzernde Eisstücke bis auf eine Distanz von geschätzt 250 m an die Gletscherkante heran. Nun konnten wir einen Teil des Gletschers einsehen. Schon bald sahen wir das erste „Kalben“ des Gletschers. So nennt man das abbrechen von Eisbrocken an der Kante. Vermutlich durch die heute, intensive Sonne bewegte sich der Gletscher, so dass es zu Abbrüchen an der Kante kam.

Während sich unser Schiff langsam in dieser Position drehte, damit alle zusehen und fotografieren konnten, sahen wir immer wieder das Kalben des Gletschers.

Was uns betroffen machte, waren die seitlichen grauen, kahlen, langen Abhänge, an denen sich früher weitere 5 Gletscher befanden, die zwischenzeitlich abgeschmolzen sind.

Gegen 13 Uhr verließen wir langsam die Bucht, aber kaum einer an Deck konnte sich von der eisigen Kulisse losreißen. Erst viel später gingen die meisten zum Lunch, welch ein Gedränge.

Am Nachmittag wärmten wir uns im SPA Bereich auf, bevor es zum Dinner ging. Anschließend ein bisschen Tanzen auf Deck 11.

Abends feierten Renate und ich noch in den Geburtstag rein.

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16. Tag Icy Strait Point, Alaska

In dieser Nacht (Di. 28.06.2016) wurden die Uhren noch einmal um 1 Stunde zurück gestellt. So hatten wir eine weitere Stunde zum Schlafen, was uns aber nichts half, denn unser Schlafrhythmus war ohne hin ziemlich durcheinander. Den Tag über genossen wir bei strahlendem Sonnenschein das Leben an Board. Renate saß in der Sonne auf Deck 10 am Heck und las ihr dickes Buch, während ich das Schiff erkundete. Um 3 besorgte ich die Tickets zum Ausschiffen und um 16:00 Uhr war es soweit. Unser erster Landgang in Icy Strait Point in Alaska. Als wir den Pier erreichten legte gerade ein anders großes Schiff ab und wir konnten anlegen. Weil dieses Pier recht klein war, wurden wir in mehreren Gruppen ausgeschifft.Wir wollten den Ort auf eigene Faust erkunden und hatten keinen Gruppenausflug gebucht.

Hier machten wir zunächst eine Wanderung durch das kleine Dorf am Hafen und gingen dann nach Hoonah (1,5 Meilen entfernt). Das Dorf war an der einzigen Hauptstraße gelegen und sehr ursprünglich. Die ärmlichen Häuser wurden vorwiegend von indianisch aussehenden Menschen bewohnt. Die Einheimischen waren sehr nett, schienen aber auch von dem häufig stattfindenden Rummel irgendiwe genervt. Einige hatten ein kleines Geschäft, andere boten Wal- , Wild- und Fischereiausflüge an und profitieren vom Tourismus. Es gab eine kleine Brauereikneipe, in der wir selbstverständlich ein Bier probierte. Durst ist schlimmer als Heimweh – sagt Renate immer.

Im Museum des Ortes war ein kleiner Andenken Shop mit handgefertigten Produkten der Indianer, in dem ich mit dem Besitzer ins Gespräch kam. Er und seine Frau bezeichneten sich als Indianer, weil sie zumindest bei einem Elternteil diese Wurzeln hatten. Er gab mir eine Karte von sich und nannte mir noch die Bedeutungen seines Namen: A fathers face.

Später erfuhren wir, dass dem Stamm der Tlingits Indianer (in den USA darf man sie so nennen), der Schiffsanleger sowie alle Gebäude mit den Restaurants am Hafen gehören. Der Besitz besteht aus vielen Anteilen der Bewohner. Die Indianer können selbst bestimmen, wie viele Schiffe und welche Schiffe in ihrem Hafen anlegen dürfen. Die Höchstangebote der Reedereien wurden abgelehnt.

Wie in vielen anderen Gegenden konnte man auch hier Totempfähle sehen. Sie sind aus massivem Holz gearbeitet und oftmals farblich schön gestaltet. Die Huna Totem Corporation ist hier für den gemäßigten Tourismus zuständig.

Zum Abschluss machten wir noch die kleine Wanderung durch einen gruselig aussehenden Regenwald. Danach gingen wir am groben Stein-Strand zurück aufs Schiff. Hier wurden wir wieder mit der Sicherheitskontrolle empfangen und begaben uns 8.30 AM zum Abendessen. Danach waren wir so müde, dass wir an diesem Tag bereits um 10:00 im Bett lagen.

15.Tag – Seetag

(Mo. 27.06.2016) Endlich konnten wir aufstehen, wann wir wollten und ordentlich frühstücken.Wir nahmen unser Frühstück auf Deck 10 am Bug des Schiffes ein. Dabei genossen wir die wunderschöne Aussicht auf das Meer aus den Panorama Fenstern der Ocean View.

Wir hatten am frühen Morgen die Inside Passage verlassen und fuhren nun einige Stunden auf dem offenen Pazifik.Bei herrlichstem Sonnenschein lagen wir auf der Roof Top Terrasse in einer der Sitzecken. Ich hatte einen dicken, interessanten Roman in der Bibliothek zum Lesen gefunden, Lutz schrieb Tagebuch. Die Aussicht mit Blick auf das unendlich, blau schimmernde Meer war wunderschön und unvergesslich. Hier konnte man wirklich die Zeit und die Welt vergessen. Der Hektik der vergangenen Tage konnten wir nun die Ruhe entgegensetzen.

Heute am Abend stand noch das Dinner in Chick und Fotos mit dem Käptain und seinen Offizieren auf dem Programm.

14. Tag – Abschied von Kanada, Alaska wartet

Einschiffen im Hafen von Vancouver
(26.06.2016)

Nun ist es soweit, um 11. 00 Uhr werden wir zum Schiff gebracht. Wir haben wieder ein Superwetter, 26 Grad sollen es in Vancouver werden.

Da auf dem Schiff das WiFi ziemlich teuer ist, konnten wir für ca. 7 Tage nicht berichten.

Hier nun die Reiseroute von der Kreuzfahrt:

  • Start in Vancouver,
  • Inside Passage (Cruising),
  • Icy Strait Point, Alaska,
  • Hubbard Glacier (Cruising),
  • Juneau, Alaska,
  • Ketchikan, Alaska,
  • Inside Passage (Cruising),
  • Vancouver, British Columbia.

Das Schiff – Beschreibung und aktuelle Position.

11.30 Uhr Ankunft am Pier, man fuhr uns am Anleger direkt in die Tiefgarage. Um das Gepäck brauchten wir uns jetzt nicht mehr zu kümmern, es würde auf die Kabine gebracht werden. Nach sehr laaaanger Wartezeiten an den Einreiseschaltern kamen wir endlich gegen 14:00 Uhr an Bord, wo wir mit einem Glas Champagner begrüßt wurden. Die Dame hieß nicht Beatrice und war deutlich jünger.
Wir machten uns erstmal auf den Weg zu unserer Kabine und fanden ein gemütliches, bestens ausgestattetes 16 qm geräumiges Zimmer mit einem 1,20m im Durchmesser großen Bullauge vor. Dieses lag etwas über der Wasserlinie und wir hatten von hier eine gute Aussicht auf das, was uns erwartete.
Kurz darauf trudelten unsere Koffer ein, dabei stellten sich gleich unsere Zimmer-Stewarts vor: Kuruwara aus Indonesien und Pedro aus Portugal.

Weil es so schön sonnig war, genossen wir den Nachmittag vor dem Auslaufen 17 Uhr auf dem Roof Deck auf einer Lümmel-Couch. Für viele Stunden hatten wir noch Landsicht (Vancouver Island auf der linken Seite) auf beiden Seiten, denn die Fahrt ging durch die Inside Passage. Wir erfuhren, dass in der Nacht ein Lotse an Board kommen sollte, um das Schiff durch die engste Stelle der Passage zu lotsen. Das passiert in der Nacht, so dass wir davon nichts mit bekamen.

Nach und nach erkundeten wir später das ganze Schiff, man hatte schon seine Mühe, sich bei 11 Etagen zurecht + Roof Deck zu finden. Für die Noch-nicht-Kreuzfahrer:  Es gab ein großes Kasino, einen Bibliothek, ein großes Theater über 2 Etagen, mindesten 5 Loungen mit verschiedenen Themen-Bars, eine Cafeteria, 3 Spezialitäten Restaurants, einen VIP-Club, einen SPA-Bereich. Thalasso Bad und 4 Jacuzzi, einen Außenpool mit 4 Jacuzzi, ein Fitnessstudio, einen Turnraum, einen Kinder-und Jugendbereich – die Fun Factory, Friseur u. Kosmetiksalon, eine Ladenstrasse, eine Galerie mit Verkauf, an den verschiedenen Decks bis oben hin jede Menge bequeme Liegen mit Handtüchern oder Wolldecken und das Ocean View SB- Restaurant auf dem 10. Deck, hier konnte man 24 Std. lang am Buffet essen, Kaffee, Tee und alkoholfreie Getränke (kostenlos) zu sich nehmen.

An Board arbeiten rd. 1000 Mitarbeiter, aus ca. 50 Ländern der Erde für ca. 2000 Passagiere aus aller Welt. Das nenne ich mal echt Multi-Kulti.

Um 20:30 Uhr gab es, wie an den kommenden Abenden, das abendliche, festliche Dinner, wo man aus einer Menükarte sein Menü selbst zusammenstellen konnte. Allein der Speisesaal war in seiner Ausstattung eine Augenweide. Von unserem Tisch aus konnten wir durch das große Heckfenster schauen. Uns bedienten täglich 1 Kellner , ein Hilfskellner, ein Wein- und ein Getränke-Somelier. Das Essen war köstlich. Das Vergnügungsangebot am Abend nutzten wir nicht, da wir zeitig schlafen gingen.

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Celebrity Infinity

Die Celebrity Infinity war für 7 Tage unser Zuhause. Das Schiff ist wie ein schwimmendes Hotel, was kaum Wünsche offen läßt. In 10 Stockwerken über Wasser sind Gäste und alle öffentliche Bereiche untergebracht. Mit Aufzügen kann man hier bequem überall hingelangen. Der Panorama Aufzug ist sehr beliebt.

Auf den oberen Decks kann man alles tun, um abzuschalten und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Aber auch Sport wie Basketball, Joggen und Baden ist möglich. Im Fitnesstudio sind mehr als 50 Geräte verfügbar und man kann während des Trainings nach vorne in die Ferne schauen. Auf einer riesigen Kinoleinwand wurden zeitweise Filme gezeigt.

Unter Deck befindet sich eine kleine Stadt mit Restaurants, Shopping Meile, Theater, Casino und Bar’s, eben was man auf See so benötigt.

 

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13. Tag – Kamloops – Vancouver (ca. 355 km)

Weiter geht es durch die Provinz British Columbia. Das heutige Tagesziel ist Vancouver, der Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2010 und gleichzeitig eine der schönsten Städte der Welt. Bei einer Stadtrundfahrt werden uns u. a. die Viertel Downtown und Gastown gezeigt. Im Anschluss daran besuchen wir den herrlichen Stanley Park, eine 400 ha große, grüne Oase unweit des Stadtkerns von Vancouver.

Unterwegs stoppten wir in den Coast Mountains ein Goldgräberstädtchen Hope. Leider nicht viel Zeit zum Anschauen gehabt. Gegen 13 Uhr Ankunft in Vancover mit Orientierungsfahrt mit verschiedenen Fotostopps an bedeutenden Punkten.

Mittag verbrachten wir mit PIcknick am Pier, dort wo die Kreuzfahrtschiffe anlegen. Wir haben gleich mal geschaut, wie das so abläuft. Beeindruckend, diese riesigen Schiffe, zwei lagen am Pier und sollten am Abend auslaufen.

Anschließend fuhren wir in den wunderschönen Stanley Park und hielten an den schönsten Aussichtspunkten mit Blick auf die Vancover Skyline.  Leider blieb uns nicht viel Zeit zum Verweilen. Auf der Fahrt zum Hotel sahen wir Vancouvers feine, große Sandstrände und das Luxusleben in der Stadt.  Gegen 16.45 Uhr trafen wir im Hotel ein. Diesmal hatten wir  ein App. im 14. Stock mit Küche, Wohnzimmer und Schlafroom. 2 Flachbildfernseher. Leider für nur eine Nacht.

Wir zogen dann auch gleich los, um nach Downtown zu gehen, die berühmte Dampfuhr besichtigen und zu Abend zu essen. Die Uhr ist technisch wirklich interessant. Gegessen haben wir im Spagetti House, wo es selbst gemachte Nudeln gibt. Ein hübscher Laden, ziemlich groß mit beeindruckend vielen Lampen in Tiffany Stil in allen Größen und Farben. Wir mußten, wie alle anderen Gäste erstmal warten, bevor ein Tisch frei wurde. Aber ein Geheimtipp zum Speisen. Das Essen war lecker, reichlich und nicht sehr teuer.

Danach schlenderten wir durch die abendliche Stadt, jetzt gingen überall die Leuchtreklamen an. Wie überall in Kanada gibt es auch hier zahlreiche, große Skulpturen und unglaublich viele Galerien. Mit müden Füßen erreichten wir gegen 22. 30 Uhr unser Zimmer. Morgen geht die Entdeckungsreise weiter, in Alaska.

12. Tag – Banff – Glacier Nationalpark – Mount Revelstoke Nationalpark – Kamloops (ca. 490 km)

Drei weitere Nationalparks stehen heute auf dem Programm: Über den Gebirgspass Kicking Horse fahren wir zunächst zum Yoho Nationalpark. Anschließend führt unsere Reise weiter in den Glacier und schließlich in den Mount Revelstoke Nationalpark. Heute Morgen haben wir tatsächlich einen Schwarzbären gesehen. Unser Bus hielt sofort an und der Bär ging entlang des Busses in denWald.

Da es mit der Dokumentation schnell gehen musste, fotografierten einige und andere machten einen Film vom Schwarzbären.

Heute morgen sind es gerade mal 10 Grad, es soll noch bis 19 Grad warm werden. Als erstes steht eine 2 km lange Klamm Wanderung im Johnsen Coñan an. Dafür haben wir 1 Stunde Zeit.  Der Weg entlang des Wildbaches nach oben zum Wasserfall ist sehr romantisch.  Leider sind wir mit gefühlten 300 Menschen an diesem Ort. Es war wie immer, nie genug Zeit, ein paar Fotos hier und da, und schon ging es weiter mit dem Bus durch den Yoho Nationalpark, immer am Kicking Horse ( bedeutet ausschlagendes Pferd) River entlang.  Ebenso sollten uns die Schienen der Bahnstrecke des Canadian Pazifik Railway den ganzen Tag begleiten, wo sich unendlich lange Güterzüge durch die Berge bewegen.

Der nächste Stop war direkt am wilden Kicking Horse River, wo man dicke Wasser Strudel in der Wildnis beobachten konnte. Wir fuhren den direkten und einzigen Weg Richtung Vancuver, dem Trans Kanada Highway. Einen weiteren Stop gab es auf es auf dem Rogers Paß in 1400 m Höhe.  Hier konnte man in einem Naturparkzentrum wichtige Infos bei unverhofften Wildbegegnungen bekommen, z.B. wie man sich bei einer Begegnung mit einem Bären verhält.😱

Die ganze Fahrt waren links und rechts der Route verschneite oder bewaldete hohe Berge und tiefe Täler zu sehen, zahlreiche Wildbäche und Wasserfälle glänzten in der Sonne. Wir überquerten fast unbemerkt die Grenze von der Provinz Alberta nach British Columbia. Wobei eine weitere Zeitverschiebung von einer Stunde unabhängig vom Grenzübertritt erfolgte.

E!in besonderes Highlight für mich und Lutz war der Besuch eines Regenwaldes, mit riesigen 600 bis 800 Jahre alten Zedern, genannt Gaint Cedars und uralten Hemlock Tannen.

Wir durchquerten den Naturpark Revelstok und stoppten beim Lost Spike, wo der letzte Nagel für die Zugverbindung zwischen Ost- und Westkanada eingeschlagen wurde. Vom Kauf eines TShirts mit Aufschrift“ The Lost Spike“ haben wir mal Abstand genommen. Wir wollten an der alten Bahnstation noch einen einfahrenden superlangen Zug fotografieren,  leider kam gerade keiner.

Wir befanden uns die ganze Zeit im ehemaligen Gebiet der Shuswap Indianer, neben den Highway sah man über Stunden den Shuswap Lake glitzern. Ein riesiger Binnensee, wo im September die Lachse  laichen.

Gegen 17.45 Uhr kamen wir im Hotel in Kamloop an, wieder ein schönes Zimmer mit 2 herrlich breiten und hohen King Size Betten, für jeden von uns eins.Was für ein Luxus.

Nach einem kleinen Abendessen im Fischrestaurant Joeys haben wir an unserem BLog gearbeitet und  die vielen Bilder von den Kameras auf unser kleines Laptop runtergeladen. Ab übermorgen ist mangels Internet Funkstille.

11.  Tag – Hiking in den Rockies

Heute haben wir die Gegend auf eigene Faust erkundet und nahmen am Ausflug zum Colombia Eisfeld nicht teil. Dennoch können wir hier ein paar sehr schöne Impressionen zeigen.

Ein perfekter Urlaubstag: Heute mal ausgeschlafen, erst 7 Uhr aufgestanden.😊, leckeres Frühstück auf eigene Kosten. Wir haben zum ca. 2300 m hohen Sulphur Montain eine Gondelfahrt gemacht. Heute waren  es angenehme 16 Grad, auf dem Berg war es frischer. Ab und zu tröpfelte es. Die Aussicht über die Gebirgsmassive war grandios. Lutz hielt es für eine gute Idee, nach unten zu wandern. Es war tatsächliche eine schöne, aber sehr anstrengende Wanderung nach unten. Es ging ca. 6 km mit 700 Höhenmeter steil runter.

Am Abend noch eine Kanufahrt auf dem Bow -River gemacht, in der Abendsonne durch ein Waldgebiet. Lutz hoffte immer noch, auf Bären aus sicherer Entfernung zu treffen.  Wir haben aber 7 Elche ( Waputi ) Kühe gesehen, wie sie erst am Ufer grasten und einige dann direkt vor uns, ganz gemächlich, durch den Fluss ans andere Ufer gingen. Und einen Biber. Keine Bären weit und breit. Gottseidank auch😊

In der Stadt erfuhren wir, dass sich in der Nacht davor ein Grizzly in die Stadt verirrt hatte, er wurde mit Autos wieder zurück in den Wald getrieben.

IM „Grizzly House “ in der Banff Ave. haben wir Büffel und Elchfleisch zum Abendbrot gegessen. Ein uriges Lokal, sehr zu empfehlen.

Am folgenden Morgen entdeckten wir dieses hübsche Tier direkt vor dem Hotel. Die Tiere sind nicht scheu und speisen gerne in den Vorgärten und Grünanlagen.

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10. Tag – Heute gehts in die Rockie Mountains

In den Banff Nationalpark, wo einige unserer Gruppe heute vormittag einen Hubschrauberrundflug für 20 min. über die Rockies gebucht haben.

Zitat Wikipedia: Der in der kanadischen Provinz Alberta gelegene Banff-Nationalpark (englisch Banff National Park of Canada, französisch Parc national du Canada Banff) wurde 1885 gegründet und ist damit der älteste Nationalpark Kanadas, der zweitälteste Nordamerikas und drittältester der Welt. Mit seinen 6641 km² Fläche gehört er zu den größeren Nationalparks in den kanadischen Rocky Mountains. Seinen Namen trägt der Park nach dem schottischen Banffshire, der Heimatregion zweier Geldgeber der Canadian Pacific Railway, bei deren Bau 1883 eine heiße Quelle in einer Höhle entdeckt wurde. Dort entstand die Ortschaft Banff. Der Nationalpark wurde 1984 von der UNESCO, zusammen mit dem Jasper-Nationalpark, dem Kootenay-Nationalpark und dem Yoho-Nationalpark als Teil der Canadian Rocky Mountain Parks, zum Welterbe erklärt.

Aufstehen heute 5.30 Uhr, Frühstück 6.30 Uhr, Abfahrt ab Hotel sehr früh, 7.45 Uhr . Als erstes gab es noch eine Stadtführung zu Fuß durch Calgary, danach fuhren wir zu den Sportstätten der Winterolympiade 1988. 9.00 Uhr ging es weiter nach Canmore, wo die Hubschrauberflüge starteten.

In der Wartezeit für uns Nichtflieger wanderten wir ein Stück in den schönen Wald, umgeben von riesigen, schneebedeckten Bergmassiven.  Leider störte die Ruhe das ständige Knattern der Hubschrauber .

Weiter ging es dann ins Banff Naturschutzgebiet. Wir hatten unglaublich schöne Aussichten auf die schneebedeckten Berge, Seen und Täler und ausreichend Gelegenheit zum Staunen und Fotografieren.

Der Höhepunkt des Nachmitttags war die nicht geplante Fahrt zum Lake Louise, ein türkisfarbener Bergsee inmitten hoher schneebedeckter Berge. Ganz zauberhaft, fast unwirklich liegt der See vor einem. Man nennt diesen Lake auch das Juwel der Rockies.

Natürlich machten wir auch eine Stipvisite im Fairmont Chateau Lake Louise, der feinsten Adresse hier im Naturschutzgebiet, das Zimmer kostet ab 700 $ pro Nacht.

Hier trafen wir auf einen echten Einheimischen, die sich hier in Kanada „People of the first Nation“ und nicht Indianer nennen. Hier am Lake Louise konnten wir einen Aborigine in seiner Tracht sehen. Ich hatte hier ein nettes Gespräch mit einem Aborigine vom Stamm der Nakota.

Auf der Fahrt nach Banff erlebten wir viele kleine Abenteuer. Wir sahen tolle Berg-Massiv- Impressionen, beeindruckende Seenlandschaften und uns unbekannte kleine Tiere.

Nach der Ankunft in Banff im Hotel gegen 17.45 Uhr brachen Lutz und ich gleich wieder auf, um zum Thermalbad zu fahren, ein Geheimtipp aus meinem Reiseführer. Ein kostenloser Shuttlebus brachte uns hin. Wir konnten einfach mal relaxen. Man sitzt zwischen hohen Bergen in ca. 1600 m Höhe in 40 Grad heißem Quellwasser.  Unglaublich und toll zu gleich. 

Danach gab es ein kleines Abendessen in Form eines Sandwich von Sub Way auf unseren Balkon im Hotel. Dazu kanadisches Molse.

9. Tag – Calgary, Stadt zwischen Prärie und Rockies

4 Stunden Flug ab Toronto. Ankunft 16.20 uhr Ortszeit. Hier beginnt der wilde Westen.  Calgary – die sauberste Stadt Canadas, sagt man. Weitere 2 Stunden Zeitverschiebung. Insgesamt sind es jetzt 8 Stunden. Lutz hat im Flieger einen echten First Nation Peoble (Volksmund Indianer ) kennengelernt und während des Fluges viel über die Ureinwohner Kanadas erfahren. Über die wir beide gern mehr erfahren wollen, da diese in der Geschichte Kanadas scheinbar eine wenig beachtete Rolle spielten. 

Calgary hat ca. 1,1 Mio Einwohner und gehört zur Provinz Alberta. Cowboytradition und Ölboom prägen den Ort.  Hier trägt man noch einen Cowboyhut. Früher haben hier die Rinderbarone regiert. Ansonsten erinnert die Stadt mit seinem imposanten Hochhäusern ein bisschen an Frankfurt am Main. Calgary liegt zwischen zwei Flüssen, den Bow River und den Elbow River. Und alljährlich finden hier im Juli die weltgrößten Rodeos statt, mit über eine Million Besuchern.

Als erstes liefen wir zum schönen, großen Olympiaplatz, er lag in der Abendsonne, auf der Bühne spielte eine Band. Es war angenehm, in den gepflegten Grünanlagen zu sitzen und zu zuhören. Auf diesem Platz fanden während der Winterolympiade  1988 die Siegerehrungen statt.

Es gibt die schöne  Stephen Avenue Mall, hier findet man in gut restaurierten, historischen Gebäuden viele Restaurants und Geschäfte. Die Geschäfte hatten leider 19 Uhr geschlossen. Daher wollten wir essen gehen.

Wir entschieden uns für “ Bank  & Baron“ , eine Bar / Restaurant mit einem tollen Ambiente und gutem Bier. Wir aßen 3 super leckere Mini Burger, dazu gabs Molsen, kanadisches Bier.

DA es schon spät war und es nichts weiter Interessantes zu sehen gab, gingen wir beizeiten zurück in unser Hotel.

Übrigens ist der 21.6. der Internationale Tag for the Peoble of Firts Nation.

8. Tag – Niagara Falls

Morgens 8.15 Uhr ging es los, Richtung Niagara Falls. Es ist ein heißer Tag, 29 Grad und es geht ein heißer, stürmischer Wind. Sieht nach Gewitter aus. Auf der Fahrt nach Niagara kommen wir noch an einem vorgelagerten Wasserkraftwerk vorbei, dessen Blumenuhr spektakulär aussieht. Dann machen wir noch einen Stop an der kleinsten Kirche von Kanada. Hier muss man sich schon genau überlegen, welche Schwiegermutter draussen bleiben muss.

Niagara Falls ist eine Stadt auf einer Halbinsel in der Provinz Ontario mit einer Bevölkerung von 82.997 Einwohnern. „Niagara“ stammt aus der Sprache der Ureinwohner und bedeutet „donnernde Wasser“.

Nach einer kurzen Orientierungsfahrt durch den Ort, eher eine Kleinstadt, nur im Zentrum, nahe bei den Fällen gibt es eine Art Klein Las Vegas, am Abend laut und bunt, Hochhäuser, einen Aussichtsturm und ein gigantisches Spiel -Kasino.

Wir konnten es kaum erwarten, aus dem Bus zu kommen. Lutz und ich verzichteten auf den „Maid of the Mist“,  eine 20 minütige Bootstour mit hunderten Leuten zu den Fällen, um in die Gischt zu fahren.  Der Niagara Fluß trennt die USA und Kanada, d. h., wir konnten von der kanadischen Seite nach den USA sehen. Der amerikanische Wasserfall ist relativ klein, man sieht viele Gesteinsbrocken liegen, die von der Abbruchkannte des Falls stammen.  Aber der Kanadisch Wasserfalls ist sehr beeindruckend, das Wasser hat oben eine eisblaue Farbe, bevor es in donnernd die Tiefe stürzt. Hier haben wir lange verweilt. Es gibt Videos dazu, die ihr auch anschauen könnt. Wir müssen auf ein stärkeres WIFI warten.

Am Abend gegen 21 Uhr werden die Wasserfälle farblich beleuchtet, als zogen wir am frühen Abend mit Kamera, Tele und Stativ los, um dieses Higlight festzuhalten. Vorher haben wir noch die Wassefälle von hinten besichtigt, die Tour heißt Behind the Falls, kostet 16 Dollar p. Person und war es auch wert. Man fährt mit dem Fahrstuhl in die Felsen, und hat dann über unterirdische Tunnel verschiedene Aussichten. Seitlich und von hinten. Einfach toll.

Die Falls in Farbe waren nicht so spektakulär wie erwartet, aber trotzdem schön, anzusehen. Und über uns Wetterleuchten, unglaublich toll, die Kulisse.

An der Fällen kann man diverse Aktivitäten unternehmen, um dem donnernden Wasser nähre zu sein. Das Angebot reicht vom Hubschrauber Rundflug, Seilbahnfahrt bis hin zu diversen Schiffstouren in die Gischtt oder in den nachgelagerten „Whirlpool“.

Die Niagara Falls

Noch eine Runde …

Die Niagarafälle bei Nacht

Videos

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Hinter den Faellen

 

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7. Tag –  Besuch des Algonquin Provincial Parks

Heute, am 19.6. ist in Kanada Vatertag. Wir haben ca. 500 km vor uns. Endpunkt ist Barrie, Nähe Toronto.

Unser Reiseziel ist heute der 1893 gegründete und 7500 qm große Provinzpark mit über 2100 km Kanurouten und 140 km Wanderwegen.

Benannt ist der Park nach den ursprünglich lebenden Algonquin Indianern.
Wenn wir Glück haben, können wir auf unserer Wanderung Schwarzbären, Stachelschweine, Elche, Biber und sogar Wölfe begegnen.
Nach dem Besuch: wir hatten kein Glück, keine wilden Tiere gesehen, die kommen nämlich nur früh und abends aus dem Busch. Es gab eine Tafel, wo täglich alle SIchtungen mit Wildtieren im Park genau beschrieben werden, mit Ort und Zeit.
Wir haben das Naturparkzentrum besucht, als Ersatz die ausgestopften Exponate fotografiert und die Möglichkeit zum Baden an einem traumhaften Lake bekommen. Wir haben eine Wanderung durch den Wald gemacht, sind den Spuren der Holzfäller im 18. Jahrhundert gefolgt, haben viel über ihre schwere Arbeit erfahren, wie sie wohnten und welch einfache Werkzeuge und Arbeitsmittel verwendet wurden, sehr interessant.

Die Fahrt durch den Nationalpark war wunderschön. Wir sahen Wälder und Seen, die unendlich scheinende Weiten des Landes ist beeindruckend. Die Straße ging manchmal bis zum Horizont geradeaus. Der Duft der Kiefernwälder und das Rauschen des Windes in den Bäumen ließ uns völlig entspannen. In einem Lake ließen wir die Füße baumeln und genossen die wunderbare Natur.

Auf der Weiterreise nach Barrie gab es eine Unterbrechung. Der Bus ging gegen 16 Uhr kaputt, beide Keilriemen waren futsch. Wir mußten alle aussteigen und warten, wie es weiterging. Das alles bei heißen 31 Grad, und wir waren noch im Naturpark. Einige Leute hofften immer noch, irgendwelche Bären zu treffen oder einen Moose (so werden hier die Elche genannt). Die letzten kalten Wasserflaschen ( je 1 Dollar) wurden aus der Kühlbox im Bus geplündert und wir setzten uns in den Schatten in den Wald.

Es kam nach einer Stunde ein anderer Bus dieser Reisegesellschaft für dieselbe Reise, der uns erstmal mitnahm und auf einem Gelände mit etlichen Einkaufstempeln absetzte.

Wir gingen alle erstmal in den Walmart, Lebensmittel und Getränke für das Abendessen zu suchen. Ich meine Suchen. Es ist wirklich schwierig, gesunde Lebensmittel zu finden, in normal großen Verpackungen. Irgendwie hatten alle keine richtige Lust auf Essen gehen, da wir die Umgebung nicht so einladend fanden und auch ziemlich müde waren, ein vernünftiges Restaurant zu finden.

Als wir gegen 17.45 Uhr mit Beuteln beladen zum Treffpunkt der Reiseleitung kamen,  erfuhren wir, das sich der Bus bis auf unbestimmte Zeit in einer Werkstatt befinde. Wir würden jedoch im Auftrag von American Ring Travel aus Orlando (der eigentliche Veranstalter von Berge und Meer ) mit einem Abendessen bis 20 $ im nahe gelegenen „kelseys“ entschädigt werden. Getränke mußten allerdings selbst bezahlt werden.
Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und ließen uns was Gutes kommen. Gegen 20 Uhr kam der reparierte Bus, wir waren zwischenzeitlich alle sehr lustig vom kanandischen Bier.

Unterwegs kamen wir in einen Stau, gegen 22 Uhr waren wir endlich im Hotel Holiday Inn in Barrie, Provinz Ontario.Morgen gehts 8 Uhr los zum Highlight unserer Reise, den Niagara Falls 😊 Verpflegung haben wir ja jetzt.

Gute Nacht.

Land und Leute

Herrlich ist die klare Luft und das auffällig helle Licht in allen besuchten Städten. Das macht sicher die Weite und das viele Wasser des Landes. Hier ist der Frühlung noch nicht zu Ende. Der Flieder, die Spieren und die Pfingstrosen blühen. Vor 3 Wochen hat es in Quebec noch geschneit.

In windeseile werden seit 14 Tagen überall Blumenrabatten und Balkonkästen hübsch bepflanzt.

Die Menschen genießen die kurze, warme Zeit, ab September kann es schon empfindlich kalt und nass werden, der Indian Sommer dauert ca. 10 Tage im Oktober. Dann wird es Winter.

Deswegen gibt es in den größten Städten endlose, kilometerlange, mehrgeschossige, unterirdische Einkaufsmeilen mit Cafes, Restaurants und ausreichend Tiefgaragen, damit man sich nicht durch den Schneematsch kämpfen muss.

In diesen warnen, milden Abenden sind die Außenplätze Abends in den Pubs und Restaurants der Innenstädte sehr begehrt, mit Warteliste und Schlangestehen.

Es empfiehlt sich, eine leichte Jacke dabei zu haben, für die windige Seite Kandas, die klimatisierten Räume, zumindest nach Sonnenuntergang wird es kühl.

Der Alkohol, wie Bier und Wein ist in der Provinz Quebec vorrangig in SAQ Läden zu finden, manchmal auch im Supermarkt. In der Provinz Ontario heißen diese Geschäfte LCBO. In den normalen Einkaufsmärkten gibt es hier keine alkoholischen Getränke.

Alle Leute, mit denen wir zu tun hatten, waren freundlich, hilfsbereit und auch offen für ein nettes Gespräch. Kundenservice ist selbstverständlich.

Zur Hilfsbereitschaft, wenn eine Mutter mit dem Kinderwagen nicht die Treppe hochkommt, oder ein Mädel in der Bar das 50 Liter Fass nicht zur Theke kriegt, irgendwer packt gleich zu.

Dasselbe gilt auch für uns Touristen, wenn wir im französisch-sprachigen Quebec City nach einem Weg fragten, bemühte man sich, uns in holpriger, englischer Sprache zu antworten. Da wir ja bis auf ein paar Brocken kein Französisch beherrschen.

In Canada sind die Betten hoch und die Toiletten tief. Das haben wir in den Hotels festgestell.

Unterwegs

Auf den Autobahnen gibt es manchmal eine Spur ganz links auf der nur Busse und PKW mit mehr als 2 Personen fahren dürfen, wie auf dem Bild oben.

Impressionen


Die Sache mit dem „Tip“

Der „Tip“ ist das Trinkgeld, was man in Kanada und Alaska gibt. Viele Leute sind darauf angewiesen, denn der Lohn ist im Dienstleistungsbereich nicht so hoch. Üblicherweise gibt man hier zwischen 15 und 20%. Da man hier auch gerne mit der Kreditkarte bezahlt, sind die Cash-Geräte auch direkt mit der „Tip“-Rate ausgestattet. Man erhält also auf dem Gerät die Anzeige der Rechnung, z. B. im Restaurant und dann die vordefinierte Tip-Rate, z. B. 15%. Man kann dann den Tip ändern, indem man eine andere Prozentzahl oder einen festen Betrag eingibt.

Motorräder

Kunst

Galerie Beauchamp (Quebec), …

Prime Minister und seine First Lady

Zur Zeit unseres Besuches war Justin Pierre James Trudeau Prime Minister of Canada. Er und seine bezaubernde Gattin Sophie Grégoire Trudeau sind ein junges, hübsches Paar.

Quelle: huffingtonpost.ca

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Quebec – Montmorency Wasserfall

Von Quebec aus kann man einen wunderschönen Ausflug zu dem Montmorency Wasserfall machen.

Der Montmorency-Fall ist ein Wasserfall in der kanadischen Provinz Québec. Er befindet sich 13 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Québec gegenüber der Südwestspitze der Ile d’Orleans, an der Grenze zur Gemeinde Boischatel.

Der Montmorency-Wasserfall, ist knapp 30 Meter höher als die Niagarafälle. Diese Sehenswürdigkeit rund um Québec solltet Ihr also auf keinen Fall verpassen!

Man kann hier vom Besucherzentrum aus mit einer Seilbahn hochfahren, schöner ist jedoch, die Fälle zu Fuß zu erobern. Bereits nach verlassen des Visitor Centers hat man einen tollen Blick auf die Fälle und das Basin, in das sich die Montmorency Falls ergießen. Der Weg führt in einem Bogen um das Basin herum. Unterwegs hat man die Chance auf Regenbögen, die sich unten im Basin bildet. Der Weg über die steile Holztreppe bietet immer wieder schöne Blicke auf die Wasserfälle. Oben angekommen sieht man zurück bis nach Quebec City. Klar und deutlich hebt sich das Hotel Chateau Frontenac hervor.

Der Weg führt weiter auf eine Holzbrücke, die über die Montmorency Falls führt. Man steht hier direkt an der Kante der Falls und blicken in die tosende Gischt des Riviere Montmorency, der hier 83 Meter tief ins Tal des St. Lorenz donnert. Die Fallhöhe übertrifft die Niagara Falls damit sogar um 28 Meter.

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6. Tag – von Quebec City nach Ottawa

8 Uhr ging es los, wie immer. Vor uns lag eine lange Strecke, die wir u.a. auch zum Schreiben nutzten. Die Gegend wird bergiger. Ankunft in Ottawa gegen 14 Uhr. Als erstes das Gebäude des Gouverneur Général von Kanada  und das imposante Gebäude sowie die Lobby des Völkermuseums mit den Totempfählen besichtigt. Es ist hier heute sehr heiß, 31 Grad.  Kurze Stadtrundfahrt und gegen 16.15 Uhr im Hotel Capital City, sehr gut in der City, nahe den Parlamentsgebäuden und der Altstadt gelegen. Die Stadt ist herrlich an mehreren Flüssen erbaut worden. Das Kuriose ist, man fährt innerhalb der Stadt von der Provinz Quebec in die Provinz Ontario.  Von weitem sieht man schon die prächtigen Gebäude des Parlament Hill, der Basilica Notre Dame und des beeindruckende Hotel Chàteau Laurier.

Ottawa (Ort, an dem sich die Wasser treffen, sagen die Indianer, d.h. hier treffen 3 Flüsse aufeinander.Der Ottawa River, der Rideau- und der Gatineauriver. Es soll die zweitkälteste Hauptstadt der Welt nach Ulan Bator in der Mongolei sein, meinen die Einheimischen.
Wir entdeckten die schöne Altstadt, haben lecker gegessen, das im Pub selbstgebraute Bier namens Kölsch probiert und einen tollen Sonnenuntergang genossen.

Abends nahmen wir ein kleines Abendbrot im Clocktower, 89 Clarence Street
Ottawa, Ontario.

Clocktower

Morgen gehts wieder 6 Uhr raus. Man gewöhnt sich langsam dran.

5. Tag – wunderschönes Quebec City

Ein schöner sonniger Tag mit 25 Grad.  Wir hatten uns entschlossen, einen Tag in Quebec City zu verbringen und die zauberhafte Stadt zu erkunden. Wir fuhren mit dem öffentlichen Bus in die Stadt und besuchten als erstes die Avenue Cartier, wo riesige, bunte Lampenschirme die Straßenlaternen zierten. In dieser Straße kauften wir kalte Getränke, frisch belegte Sandwiches, Gemüsesnacks und wanderten auf dem Naturlehrpfad durch in den großen, gepflegten Stadtpark Parc des Champs-de-Bataille, dem ehemaligen Schlachtfeld, um hier ein Picknick zu machen.
Über die Promenade des Gouverneurs gingen wir unterhalb der super sanierten Festungsmauer zu dem Hotel Fairmont Le Château Frontenac.

Die oberhalb gelegene sternförmig angelegte Citadelle zu besuchen, haben wir ausgelassen. Auf unserem Weg lag uns rechter Hand der breite St. Lorenzstrom zu Füßen. Die Aussicht über das Wasser auf den anderen Stadtteil war traumhaft. Dazu das schöne Wetter.

Auch die Besichtigung der Lobby des märchenhaften Hotels Fairmont Le Château Frontenac mit seinen vielen Türmchen und Anbauten hatte sich gelohnt. Wo findet man solch eine opulente, aber elegante Ausstattung. Neuschwanstein läßt grüßen.Hier mal absteigen und Gast sein, das ist ein Traum.

Danach durchstreiften wir die Altstadt, durch enge Strassen mit Kopfsteinplaster an alten geduckten, hübsch restaurierten Steinhäusern aus der Kolonialzeit vorbei, die alte Stadtmauer entlang, wo jede Mengen große Kanonen stehen, runter zum Hafen.

Unterwegs viele Restaurants, kleine Boutiquen, einige Pelzgeschäfte und sehr viele Souvenirläden. WIr fanden auch sehr schöne Galerien mit hochwertiger Kunst, präsentiert in urigen Räumen aus dem 17. oder 18. Jahrhundert. Hier würde so manche Kunstsammler fündig werden. In der Rue Saint-Paul besuchten wir die kleine Galerie Lounge. Sie wird von Francois Guy Thivierge geführt, die wir hier persönlich trafen. Am Hafen suchten wir das bekannte Cafe du Monde. Wir fanden es auch, entschieden uns aber schnell um : dahinter gab es nämlich für uns was Besseres. Eine Bar mit mehren flachen Pools, wo man auf Stühlen im Wasser sitzen konnte.

Hier konnte man es mit einem kühlen Getränk eine ganze Weile aushalten😊

Später entdeckten wir noch weitere romantische Strassen und hübsche Gässchen. Inzwischen füllten sich die Bars, Pubs und Restaurants ziemlich schnell. Wir fanden noch Zeit und Platz in einem Pub für eine Bierverkostung und dann ging es zurück ins Hotel. Leider, denn jetzt wurde es in allen Gassen sehr lebendig.

Blöderweise funktionierten die vorher gekauften Buskarten mit Scannen nicht, wir sollten bezahlen. Der Busfahrer will es passend, 3,25 $ p.Person hatten wir nicht passend, also aussteigen, wechseln und auf den nächsten Bus warten.

Trotzdem ein sehr schöner Tag für uns. Auch wenn wir dieses Mal eine tolle Attraktion , wie diesen Wasserfall verpasst haben. Die anderen Reisegäste hatten uns viel Schönes von ihrem Ausflug berichtet, nun ja, man muß dann mal Prioritäten setzen.
Hier ein Vorgeschmack auf die Winterzeit. Diese Orte haben wir alle in diesem Sommer, ohne Schnee gesehen.

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4. Tag – von Montreal nach Quebec City- sonnige 19 Grad

Ankunft gegen Mittag am 16.6., Stadtbesichtigung, Zeit zur freien Verfügung bis 17.30 Uhr.

Haben in einer Art Schweizer Blockhütte Käsefondue gegessen, uns danach in dem riesigen Einkaufscenter verlaufen, konnten keinen richtigen Ausgang finden, ja den gab es auch nicht. Man kam wirklich nur über ein Parkdecks. Einkauf per Pedes ist wohl nicht so üblich.☺️

Quebec city ist wohl schönste Stadt Nordamerikas. Und das Beste ist, wir bleiben hier bis übermorgen früh.

Den Ausflug mit der Gruppe morgen in die Umgebung der Stadt, nach Ile d’Orleans und zum Montmorency Falls machen wir nicht mit. Wir bleiben einfach mal hier in diesem schönen Ort.

3. Tag- Montrèal-in der Provinz Quebec-24 Grad

Wir verließen die Provinz Ontario und erreichten die Provinz Quebec. Quebec bedeutet „wo der Fluss enger wird“. Gemeint ist der Sankt Lorenz Strom (St. Lawrence River).

Quebec liegt im Osten Kanadas zwischen der Hudson Bay und der Grenze zu den USA entlang des Sankt-Lorenz-Stroms (frz. Fleuve Saint-Laurent). Dieser ist der Auslauf des riesigen Ontario Sees.

Bei der Anfahrt auf  Montreal sehen wir als erstes den Mont Royal – den königlichen Berg. Hier in Montreal darf kein Gebäude höher sein als der königliche Berg. Wir passieren den Berg etwas spáter, wo am Fuss des Berges der größte Friedhof Kanadas liegt. Hier befinden sich mehr als 1 Mio. Gräber. Die Altstadt von Montreal stammt aus der Zeit von Königin Victoria, die einen großen Industriestandort der neuen Zeit errichten wollte.

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Das älteste und das neuste Hochhaus in Motreal

Wir befinden uns in der zweitgrößten französischen Stadt der Welt.

Eine Stadt mit 3,8 Mio. Einwohnern. Hier wird französisch gesprochen, zumindest zwei Drittel. Die Küche ist ebenfalls sehr französich geprägt. Die Speisekarten gibt es zweisprachig. Man kann sich auch in englischer Sprache verständigen, die Menschen wachsen 2 sprachig auf.

Bei der ersten Stadtführung besuchten wir die riesige Basilique Notre Dame, ein prächtiger sakraler Bau, mit schönem Altar und Skulpuren komplett aus Holz.
Dahinter befindet sich die kleine Chapelle du Sacré-Couer aus verschiedenen kanandischen Hölzern gebaut und ausgestattet ist. Sie ist für Hochzeiten sehr beliebt. Die Wartezeiten dafür betragen 2- 3 Jahre!!!

Es gab einen Abstecher zum Olympiapark, mit Blick auf das Olympiastadion und Fotopause für die Skyline von Montreal. Später fuhren wir auf das Gelände der Weltausstellung mit dem auffälligen Pavilion der USA, eine große runde Kugel, die früher verglast war, heute nur noch wie ein Drahtgestell aussieht.

Das interessante Kunst-Museum Fine Arts war in unserer frei verfügbaren Zeit leider schon geschlossen, wunderschön aber die „Sonne“ davor, ein Mio Dollar Kunstwerk von dem angesagten Künstler Dale Chihuly für mundgeblasene Glas – Kunstwerke.
Man kann überhaupt schöne Galerien entdecken, Kunst an jeder Ecke. Zwischen den Hochhäusern, kleinen Querstrassen mit hübschen Häuser im typischen, englischen Stil, mit Erkern und hohen Treppen zum Eingang sind jedes Foto wert.

Wir haben im „Thursdays “ ausgezeichnete französische Küche genossen, danach ein Stop im tiefgekühlten Apple Store mit intensiver Beratung für Lutz über die neuesten Produkte, ein kleiner Spaziergang durch die belebteste Einkaufsstrasse Rue Ste Catherine – das wars im sehenswerten Montreal.
Wieder beizeiten schlafen gegangen. 6 Uhr Weckruf😕

Noch was: Unser Hotel (Best Western Ville-Marie) liegt an der Ecke Rue Sherbrooke / Rue Peel. Die Rue Sherbrook ist die längste Straße der Insel Montreal (rd. 32 KM).

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Thousand Islands

Am frühen Morgen (8:00 Uhr) machen wir uns auf den Weg in Richtung Montreal. Auf dem Weg dorthin besuchten wir  die „Thousand Islands“. Wie der Name schon sagt, sind es sehr viele Inseln. Bei der Entdeckung hatten man leichtfertig gesagt, es seien tausende Inseln, in Wahrheit sind es 1864 kleine Inseln.

Als Insel gilt als solche, wenn sie mindestens 10 qm hat und mindestens 2 Bäume darauf stehen. Auch muss sie das ganze Jahr über Wasser sein. Aus dem Wasser ragende kleine Felskuppen gelten nicht. In Thousand Islands steht auf fast jeder kleinen Insel mindestens eine Holzhütte.

Neben den vielen kleinen, teilweise bewohnten Inselchen umfuhren wir Boldt Castle, die Hauptattraktion und Sehenswürdigkeit der Thousand Islands.

Boldt Castle

Boldt Castle

Es liegt auf Heart Island in den Thousand Islands des Sankt-Lorenz-Stromes, auf der New Yorker Seite der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada. Boldt Castle wurde zwischen 1894 und 1904 im Stil der Romantik erbaut. George C. Boldt, geboren 1853 auf Rügen, ein reicher Hotelmagnat aus New York City, Pächter und Betreiber des Waldorf-Astoria-Hotels, wollte für seine Familie und sich, insbesondere aber für seine Frau, ein unvergleichliches Wohnhaus schaffen. Es sollte das größte und schönste private Wohngebäude Nordamerikas und Symbol für seine Liebe zu seiner Frau Louise werden. Leider starb seine Frau früh und der Bau wurde nicht fertig gestellt. (Hier gibt es die ganze Geschichte von Boldt Castel).

Über die Entstehung der Thousand Islands gibt es eine schöne Geschichte der Indianer. Zwei Stämme lebten lange Zeit im Streit. Manitou, der große Geist (Gottheit der Indianer) saß im Himmel und beobachtete sie und dachte nach, wie er ihren Streit schlichten könnte.

Er machte sich auf zur Erde mit einem mysteriösen Päcken auf dem Rücken, was in ein Tuch gewickelt war. Am Ufer der mächtigen St. Lawrence Strom legte er das Päckchen – einen wuderbaren Garten ab. Er nannte ihn den Garten des großen Geistes. Er rief die verfeindeten Stämme zusammen und gab ihnen diesen wunderbaren Garten als ihr zukünftige Zuhause. Er mahnte sie gleichzeitig, sie würden das Geschenk wieder verlieren, wenn sie wieder streiten würden.

Für kurze Zeit herrschte Frieden, aber dann brachen die alten Streitigkeiten wieder aus. Manitou kam erneut zurück und sprach: „Ihr habt keinen Frieden gehalten, also nehme ich euch das Geschenk wieder weg.“ Er packte den Garten wieder in sein Tuch und ging zurück in seinen Himmel. Auf dem Weg dorthin wurde sein Tuch löchrig und der Garten fliel in den St. Lawrence Strom. Er zerbrach dabei tausende kleine und größere Stücke. Und aus diesen Stücken wurden die „Thousand Islands“.

Kingston – Die ehemalige Hauptstadt

Bei der Zusammmenlegung von Unter- und Oberkanada 1841. Nach 3 Jahren wurde Montreal dazu auserkoren.

1673 als Pelzhandelsposten gegründet und jetzt schmucke, gemütliche Kleinstadt mit 120 000 Einwohnern. Hier ist auch der Sitz der ältesten und angesehensten Universität -die  Queens University. Wo die Amerikaner und Kanadier gern ihre Kinder hinschicken.

Wir hatten ca. 1 Stunde für eigene Besichtigungen und entdeckten dabei das älteste und schönste Geschäft in diesem Ort. Cooke’s Fine Foods and Coffee – since 1865.

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Cooke’s

Hier werden nicht nur Produkte aus der Region, sondern auch viele Kaffeesorten und sogar Schokolade aus Deutschland angeboten.

Sehenswert ist das Fort Henry, eine gewaltige Befestigungsanlage von 1812, um die Handelsschiffe auf dem St. Lorenzstrom zu schützen.

Abendessen heute mit der ganzen Reisegruppe in Kingston  in einem Steakhaus in Kingston am Hafen.

Unser heutiges Hotel, mehr ein Motel, lag dicht am Highway in einer Einöde mit Einkaufscentern und Tankstellen. Machte aber nichts. Sehr müde fielen wir 9 Uhr Ortszeit ins Bett.

Motel am Highway

Motel am Highway

Ach ja, hab mir heute bei einem kleinen Sturz das linke Handgelenk verstaucht, so ein Pech aber auch. Der arme Lutz mußte sich jetzt um unsere beiden Koffer kümmern. Im Drugstore nebenan gabs Bandagen und Kühlgel für die Schnellversorgung.

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2. Tag – Von Toronto nach Kingston

Ab  8.15 Uhr  ging es  erstmal los zu einer Stadtrundfahrt mit unserem Bus durch Toronto.

Am Tag zuvor hatten wir die Gelegenheit,  diese große Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Wir liefen die Young Str. runter bis  zur Promenade  am Ontariosee.Außer einem gigantischen Einkaufscenter, mehr unter, als über Erde, vielen Geschäften und kleinen Restaurants, einigen hübschen alten Fassaden aus den Anfängen der Stadt entdeckten wir nach ca. 30 Min. zu Fuß nichts Besonderes.

Um uns einen Überblick über die Umgebung zu verschaffen, gingen wir an das, direkt an der Uferpromenade gelegene „The Westin Harbour Castle“ , ein älterer Betonklotz, aber schön hoch, mit einer einladenden Kuppel ganz weit oben. Man erlaubte uns, hoch in den 39. Stock in das Restaurant zu fahren. Bei einem Ginger Ale konnten wir rundum die Gegend genießen. Vor allem die Toronto Islands sahen einladend aus, hier liegt das Erholungsgebiet mit Wald, Parks und Stränden der Einwohner Torontos. Für eine Überfahrt mit der Fähre fehlte uns leider die Zeit.

Der Hotelmanager war gerade anwesend, er sprach deutsch und gab uns Auskunft über die vor uns liegenden Gebäude.

Wir machten uns dann auch gleich los, über die Bay Street, diese Stadt weiter zu erkunden. Zu Fuss.

Hier die wichtigsten Entdeckungen, die wir für lohnenswert hielten, anzuschauen:

Die Türme der Royal Plaza Bank- was golden auf den Fassaden in der Sonne schimmert, ist tatsächlich zum Teil echtes Gold. Es wurde auf die Fenster aufgetragen, um Kosten für Klimatisierung und Heizung zu sparen.

Sehenswert ist der imposante Hauptbahnhof, der UNION Station, er sieht eher aus wie ein ehrwürdiges Gerichtsgebäude mit seinen vielen Säulen.

Am besten hat uns das gegenüberliegende Fairmont Royal York Hotel gefallen. Hier hielten wir uns ziemlich lange auf, um die Eleganz und den vornehmen Charme eines Grandhotels zu genießen. Die Lobby mit den alten, prächtigen Holzdecken und den gewaltigen Lüstern, die herrlichen Blumenarangements waren sehr beeindruckend.

Der Weg zurück zum Hotel führte uns durch den Finanzdistrikt, viele kalte, helle und schwarze Glasfassaden in einer dunklen Schlucht aus Hochhäusern, in den weltweit, namhafte Firmen ihren Sitz hatten. Wir waren froh, als wir da durch waren und die Abendsonne genießen konnten.

Ansonsten ist die Stadt laut, mit viel Verkehr, geschäftig eilenden Leuten, Bettlern, sehr vielen Einkaufscentern, ähnlich wie in Berlin.

Vor unserer Abreise aus Toronto besichtigten wir noch  den CN Tower, der bis vor einigen Jahren das höchste freistehende Gebäude der Welt war. Die Aussicht auf dem Turm ist wunderbar und sehenswert.

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Ankunft in Toronto

Nach 7h und 52 Minuten Flug von Frankfurt erreichten wir Toronto. Wir wurden sehr gut von Air Canada bewirtet, hatten viel Beinfreiheit und Priority Check in.

In Toronto wurden wir vom Bus abgeholt und zum zentral gelegenen Hotel gebracht. Und dann ging es erst mal auf Erkundungstour. Die Stadt Toronto liegt in der Provinz Ontario und  ist eine sehr sehenswerte, aufstrebende Metropole hinsichtlich der Finanzwelt, Universität und Kultur. Hierzu später mehr …

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Die geplante Reiseroute

Wir haben uns eine ereignisreiche Route ausgesucht.

1. Tag – Ankunft in Toronto

Flug nach Toronto. Empfang im  Hotel.

2. Tag – Toronto

Am Morgen lernen wir Kanadas größte Stadt auf einer Rundfahrt näher kennen. Wir sehen Downtown, Chinatown und Yorkville. Anschliessend besteht die Möglichkeit, den CN Tower zu besuchen. Später lassen wir den Tag bei einem Stadtbummel ausklingen.

3. Tag – Toronto – 1.000 Islands Nationalpark – Montreal (550 km)

Wir fahren entlang des Ontariosees bis in das Gebiet der 1.000 Inseln. Kanadas kleinster Nationalpark beeindruckt uns durch seine landschaftliche Schönheit; hier liegen genau 1864 kleine Inseln inmitten des St. Lorenz Stroms. Die Gegend gab übrigens dem gleichnamigen Salatdressing seinen Namen und ist seit 2002 UNESCO-Biosphärenreservat. Es gibt Gelegenheit zu einer Bootsfahrt. Anschlieβend fahren wir weiter nach Montreal in der französischsprachigen Provinz Quebec. Montreal gilt mit seinen 1.6 Millionen Einwohnern nach Paris als zweitgröβte frankophone Stadt der Welt.

4. Tag – Montréal – Québec City (ca. 255 km)

Unsere Reise führt uns weiter durch die französischsprachige Provinz Quebec bis in die historische Provinzhauptstadt Quebec City. Sie ist die einzige Stadt in Nordamerika mit einem Altstadtkern und intakten Festungsanlagen und wurde 1985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Wir sehen die Stadt bei Ankunft auf einer Rundfahrt bevor wir unser Hotel erreichen.

5. Tag – Québec City

Der heutige Tag steht uns zur freien Verfügung. Alternativ können wir an einem Ausflug in die romantische Umgebung Québecs teilnehmen. Hier sehen wir die beeindruckenden Montmorency Falls, die Basilika von Sainte Anne de Beaupre und weitere landschaftliche und kulturelle Highlights.

6. Tag – Québec City – Ottawa (ca. 455 km)

Heute erreichen wir wieder die Provinz Ontario und fahren bis in die Hauptstadt Kanadas, nach Ottawa. Nach Ankunft nehmen wir an einer Orientierungsfahrt teil, um die Stadt näher kennenzulernen. Wir sehen zudem die Parlamentsgebäude sowie den ByWard Markt.

7. Tag – Ottawa – Algonquin Provincial Park – Barrie (500 km)

Überall in Kanada finden wir noch unberührte Natur. Eine Kostprobe erhalten wir bei dem Besuch des Algonquin Provincial Parks. Das über 7.700 km² große Gebiet wurde 1893 als erster Naturpark Kanadas geschützt. Mit etwas Glück sehen wir Elche, Schwarzbären, Wölfe oder Biber.

8. Tag – Barrie – Niagarafälle (ca. 205 km)

Heute erleben wir die berühmten Niagarafälle, ein Weltwunder unserer Erde. Hier gibt es Gelegenheit zu einer Bootsfahrt zu den Niagarafällen oder/und einem Hubschrauberrundflug.

9. Tag – Niagarafälle – Toronto (ca. 130 km)

Flug nach Calgary. Wir verlassen nun den Osten Kanadas und fliegen von Toronto weiter nach Westkanada. Wir erreichen gegen Nachmittag Calgary, das Tor der kanadischen Rocky Mountains.

10. Tag – Calgary – Banff Nationalpark (ca. 130 km)

Wir beginnen den Tag mit einer kurzen Stadtrundfahrt durch die Olympiastadt, um danach die landschaftlich reizvolle Gegend im Westen von Kanada zu entdecken: Der Banff Nationalpark wurde 1885 gegründet und war der erste kanadische Nationalpark. Er begeistert mit seinen wunderschönen Wasserfällen, Schluchten, Bächen, Seen und der alpinen Pflanzenwelt. Wir werden den Johnston Canyon am Eingang zum Kootenay Nationalpark bewundern, sowie den Ort Lake Louis am gleichnamigen Gebirgssee. Auch hier haben wir bei einem Hubschrauberrundflug einen einmaligen Ausblick auf die herrliche Bergwelt der Rocky Mountains.

11. Tag – Banff

Der heutige Tag steht zur freien Verfügung. Wir können den Ort Banff auf eigene Faust erkunden oder nehmen an einem Ausflug zum Jasper Nationalpark teilnehmen. Eingeschlossen sind bei dem Ausflug eine Fahrt entlang des Icefield Parkways sowie eine Gletschertour über die Columbia Eisfelder.

12. Tag – Banff – Glacier Nationalpark – Mount Revelstoke Nationalpark – Kamloops (ca. 490 km)

Drei weitere Nationalparks stehen heute auf dem Programm: Über den Gebirgspass Kicking Horse fahren wir zunächst zum Yoho Nationalpark. Anschließend führt unsere Reise weiter in den Glacier und schließlich in den Mount Revelstoke Nationalpark.

13. Tag – Kamloops – Vancouver (ca. 355 km)

Weiter geht es durch die Provinz British Columbia. Das heutige Tagesziel ist Vancouver, der Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2010 und gleichzeitig eine der schönsten Städte der Welt. Bei einer Stadtrundfahrt werden uns u. a. die Viertel Downtown und Gastown gezeigt. Im Anschluss daran besuchen wir den herrlichen Stanley Park, eine 400 ha große, grüne Oase unweit des Stadtkerns von Vancouver.

14. Tag – Vancouver

Transfer zum Hafen und Einschiffung zur kleinen Kreuzfahrt durch die Inside Passage. Wir besuchen Icy Strait Point (Alaska), den Hubbard Gletscher, Juneau und Ketchikan.

21. Tag – Vancouver

Abschied, Rückreise.

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Niagara View

Hier entsteht unser Niagara Blog und die Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Schon als wir die Reise auswählten waren wir begeistert von den Beschreibungen des Reiseveranstalters, die vor unserm geistigen Auge wunderbare Bilder assoziierten.

Wir werden ca. 21.000 km zurücklegen und die unvergleichliche Natur Kanadas und Alaskas hautnah kennenlernen. Die kontrastreiche Mischung aus schneebedeckten Bergen, tiefblauen Seen, pulsierenden Metropolen und eindrucksvollen Gletschern werden uns bestimmt begeistern.

In Kanada erleben wir die Weltstadt Toronto und besuchen den 1.000 Islands Nationalpark, Québec City, die imposanten Niagarafälle, den Banff Nationalpark oder den Glacier Nationalpark.

Anschließend gehen wir an Bord und entdecken die eisige Schönheit Alaskas.Wir erwarten eindrucksvolle Gletscher und die atemberaubende Landschaften.

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